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Website-Relaunch und SEO: So vermeidest du unnötige Sichtbarkeitsverluste

Ein Relaunch kostet nicht automatisch Rankings. Welche Seiten du vorher erfassen musst, wie Weiterleitungen richtig gesetzt werden und worauf du die ersten 30 Tage achtest.

Deine Website soll neu werden. Das Angebot hat sich verändert, die Inhalte passen nicht mehr richtig zusammen und auch das Design könnte eine Überarbeitung vertragen.

Aber was passiert mit den Seiten, die bei Google bereits gefunden werden? Mit deinen Blogartikeln, bestehenden Links und den Anfragen, die darüber entstehen?

Genau deshalb beginnt ein Website-Relaunch nicht mit dem ersten Designentwurf. Zuerst solltest du wissen, was deine bisherige Website bereits leistet und was beim Neuaufbau berücksichtigt werden muss.

Die kurze Antwort

Ein Website-Relaunch führt nicht automatisch zum Verlust deiner Google-Sichtbarkeit. Risiken entstehen vor allem dann, wenn sich URLs, Inhalte oder die Seitenstruktur ändern. Erfasse deshalb vor dem Relaunch deine wichtigen Seiten und Suchanfragen, plane Weiterleitungen inhaltlich passend und kontrolliere die Website nach dem Go-live. Eine Garantie für unveränderte Rankings gibt es trotzdem nicht.

Woran du erkennst, dass dein Website-Relaunch SEO-Risiken mitbringt

Vielleicht denkst du gerade: Meine Website ist doch gar nicht so groß. Muss ich mir darüber wirklich Gedanken machen?

Ja, zumindest kurz. Denn auch eine Website mit zehn oder fünfzehn Unterseiten kann wertvolle Sichtbarkeit aufgebaut haben.

Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn:

  • deine Website bereits regelmäßig Besucher über Google bekommt
  • einzelne Leistungsseiten oder Blogartikel für wichtige Suchanfragen gefunden werden
  • andere Websites auf deine Inhalte verlinken
  • du mehrere Seiten zusammenlegen oder entfernen möchtest
  • sich die URLs deiner Seiten ändern sollen
  • du von einem Website-Baukasten zu WordPress oder in ein anderes System wechselst
  • deine bisherige Website Anfragen, Terminbuchungen oder Verkäufe unterstützt

Dabei geht es nicht nur um möglichst viele Besucher. Eine Leistungsseite, die monatlich wenige Menschen erreicht, kann für dein Unternehmen wichtiger sein als ein Blogartikel mit deutlich mehr Aufrufen.

Entscheidend ist, ob die richtigen Menschen darüber zu dir finden und ob die Seite eine Aufgabe für dein Unternehmen erfüllt.

Was tatsächlich hinter Sichtbarkeitsverlusten nach einem Relaunch steckt

Wenn eine Website nach dem Relaunch weniger Besucher über Google bekommt, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Nicht jeder Rückgang ist ein technischer Fehler, und nicht jede Veränderung hängt überhaupt mit dem Relaunch zusammen.

Trotzdem gibt es einige typische Problemstellen.

Alte URLs führen plötzlich ins Leere

Stell dir vor, dein bisheriger Blogartikel war unter einer bestimmten Adresse erreichbar. Beim Relaunch bekommt er einen neuen Namen und damit auch eine neue URL.

Für dich ist das vielleicht nur eine kleine Änderung. Für Menschen, die den alten Link gespeichert haben, und für Suchmaschinen ist es eine andere Adresse.

Fehlt eine passende Weiterleitung, landen Besucher auf einer Fehlerseite. Deshalb müssen geänderte URLs vor dem Go-live erfasst und ihren neuen Zielen zugeordnet werden.

Wertvolle Inhalte verschwinden

Ein Relaunch ist eine gute Gelegenheit, alte Inhalte aufzuräumen. Aber nicht alles, was schon länger online ist, kann einfach weg.

Vielleicht beantwortet ein älterer Artikel noch immer eine häufige Kundenfrage. Vielleicht bringt eine unscheinbare Leistungsseite regelmäßig passende Anfragen.

Du musst nicht alles behalten. Du solltest nur wissen, welche Aufgabe eine Seite erfüllt, bevor du über ihr weiteres Schicksal entscheidest.

Die neue Website ist für Google nicht richtig zugänglich

Während der Entwicklung wird eine neue Website häufig in einer geschützten Testumgebung aufgebaut. Das ist sinnvoll, schließlich soll Google keine unfertige zweite Fassung deiner Website indexieren.

Problematisch wird es, wenn Einstellungen aus dieser Phase beim Go-live bestehen bleiben. Dazu gehören eine versehentlich aktive noindex-Anweisung, blockierende robots.txt-Regeln oder falsche Canonical-Angaben.

Solche Fehler verhindern, dass wichtige neue Seiten gecrawlt oder indexiert werden.

Die neue Seitenstruktur verändert die Orientierung

Vielleicht wurden beim Relaunch mehrere Leistungsseiten zusammengelegt. Oder ein wichtiger Bereich ist jetzt nur noch über Umwege erreichbar. Das kann für Besucher unpraktisch sein und verändert auch die interne Verlinkung.

Die neue Struktur sollte deshalb zu deinem heutigen Angebot passen, zu den Fragen deiner Zielgruppe und zu den Inhalten, für die deine Website bereits gefunden wird.

Website-Relaunch und SEO: Diese 6 Schritte gehören in die Planung

1. Erfasse, was deine bisherige Website bereits leistet

Bevor die neue Website entsteht, brauchst du einen Überblick über den Bestand.

Welche Seiten gibt es? Welche davon werden bei Google gefunden? Welche bringen Anfragen? Und welche Inhalte sind für dein Unternehmen wichtig, obwohl sie kaum Besucher bekommen?

Dafür ist die Google Search Console ein guter Ausgangspunkt. Sie zeigt, bei welchen Suchanfragen deine Website erscheint und welche Seiten Klicks erhalten.

Schau dabei nicht ausschließlich auf den organischen Traffic. Erfasse auch die wichtigen Kontaktwege:

  • Welche Leistungsseiten führen zum Kontaktformular?
  • Über welche Seiten werden Erstgespräche gebucht?
  • Wo finden Besucher Telefonnummer und E-Mail-Adresse?
  • Welche Seiten unterstützen konkrete Anfragen oder Verkäufe?
  • Welche Inhalte werden häufig an Interessenten weitergegeben?

Eine Seite mit wenigen Besuchern kann geschäftlich sehr wertvoll sein. Genau deshalb gehört neben der SEO-Bestandsaufnahme auch ein Blick auf die tatsächlichen Unternehmensziele dazu.

2. Kläre Angebot, Zielgruppe und neue Seitenstruktur

Jetzt kommt der Teil, der beim Relaunch gerne übersprungen wird. Bevor du über das neue Design entscheidest, sollte feststehen, was deine Website künftig leisten soll.

Vielleicht hat sich dein Angebot verändert. Vielleicht arbeitest du heute mit anderen Kunden als vor fünf Jahren. Vielleicht sollen bestimmte Leistungen stärker im Mittelpunkt stehen.

Dann reicht es nicht, die alte Navigation in ein neues Design zu übertragen. Frage dich: Welche Leistungen sollen künftig sichtbar sein? Wen möchtest du damit erreichen? Welche Fragen müssen Besucher vor einer Anfrage beantwortet bekommen? Welche Seiten brauchst du dafür?

Erst daraus entsteht eine sinnvolle neue Seitenstruktur. Wie du das sortierst, steht in Was solltest du vor einem Website-Projekt planen?

Und dabei gilt: Nicht jede bestehende URL muss geändert werden. Wenn eine Seite weiterhin dieselbe Aufgabe erfüllt und ihre Adresse sinnvoll ist, kann sie häufig bleiben.

3. Entscheide, welche Inhalte bleiben und welche URLs sich ändern

Jetzt vergleichst du die alte Website mit der geplanten neuen Struktur. Für jede vorhandene Seite gibt es vier Möglichkeiten:

  • Behalten: Die Seite erfüllt weiterhin eine wichtige Aufgabe.
  • Überarbeiten: Das Thema bleibt relevant, Inhalt oder Aufbau müssen aktualisiert werden.
  • Zusammenführen: Mehrere Seiten behandeln ähnliche Themen und gehen sinnvoll in einer neuen auf.
  • Entfernen: Der Inhalt ist nicht mehr relevant und es gibt keinen passenden Ersatz.

Aus diesen Entscheidungen entsteht deine Weiterleitungsmatrix. Das klingt technischer, als es ist. Im Grunde ist es eine Tabelle, in der du festhältst, was mit jeder bisherigen Adresse passieren soll.

Bisherige SeiteEntscheidungWas passiert mit der URL?
Wichtige LeistungsseiteBehalten und überarbeitenURL möglichst erhalten
Zwei ähnliche BlogartikelZusammenführenAlte URLs auf den passenden neuen Artikel weiterleiten
Umbenannte AngebotsseiteNeue URLAlte Adresse auf die neue Angebotsseite weiterleiten
Veraltete Seite ohne ErsatzEntfernenKorrekte 404- oder 410-Antwort prüfen

Wenn eine URL dauerhaft geändert wird, sind serverseitige permanente Weiterleitungen wie 301 oder 308 in der Regel die richtige Lösung. Wichtig ist, dass die alte Adresse direkt zum thematisch passenden neuen Inhalt führt.

Mehrere Weiterleitungen hintereinander solltest du vermeiden. Und wenn es keinen sinnvollen Ersatz gibt, ist eine korrekte 404- oder 410-Antwort häufig besser als eine unpassende Weiterleitung.

4. Prüfe die Weiterleitungen, und zwar jede einzeln

Eine Weiterleitung ist nicht schon deshalb richtig, weil sie technisch funktioniert. Sie muss auch inhaltlich passen. Wer einen bestimmten Fachartikel sucht, möchte nicht auf einer allgemeinen Startseite landen.

Google kann solche Sammelweiterleitungen als Soft 404 einordnen.

Wie wichtig dieser Punkt ist, habe ich vor Kurzem auf meiner eigenen Website erlebt.

Ein Beispiel aus meiner eigenen Praxis

Nach meinem eigenen Relaunch liefen mehrere alte Kategorieadressen ins Leere. Ich habe sie aufgeräumt und auf die Blogübersicht weitergeleitet. Eine davon lautete /website-optimieren/. Zu diesem Zeitpunkt war das eine tote Adresse, die Weiterleitung also sinnvoll.

Am nächsten Tag habe ich einen neuen Artikel veröffentlicht. Sein Titel: „Website optimieren“. Seine Adresse: genau dieselbe.

Der Artikel war einwandfrei veröffentlicht. Erreichbar war er nicht. Wer die Adresse aufrief, landete auf der Blogübersicht, weil die Weiterleitung greift, bevor WordPress überhaupt gefragt wird.

Elf Aufrufe liefen ins Leere, bis der Fehler gefunden war. In WordPress sah alles richtig aus. Der Beitrag stand auf „veröffentlicht“, die Kategorie stimmte, die Vorschau funktionierte. Nur die öffentliche Adresse zeigte etwas anderes.

Nach dem Löschen der Weiterleitung kam die nächste Überraschung: Im Browser blieb der Fehler zunächst bestehen. Eine 301 ist eine dauerhafte Weiterleitung, und Browser merken sie sich hartnäckig. Erst im privaten Fenster war der Artikel da.

Anschließend habe ich alle 28 Weiterleitungen gegen alle 35 Seiten und Beiträge geprüft. Es war die einzige Kollision. Gesucht habe ich sie trotzdem, weil einmal reicht.

Merke: Weiterleitungen gehen Inhalten vor

Eine Weiterleitung greift, bevor dein Content-Management-System antwortet. Eine veröffentlichte Seite kann dadurch vollständig unsichtbar bleiben, ohne dass im Backend etwas auffällt. Prüfe deshalb vor jeder neuen Adresse, ob dafür schon eine Weiterleitung besteht.

Alte Adressen können außerdem an vielen Stellen hinterlegt sein. Prüfe neben Google auch dein Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Profile, Verzeichnisse, Newsletter, Anzeigen und QR-Codes. Besonders wichtige Links solltest du nach dem Relaunch direkt auf die neue Adresse aktualisieren.

Ein zweiter Fund aus derselben Woche: Der 404-Monitor lief seit dem Livegang mit und wurde nie angesehen. Darin stand eine einzige alte Adresse mit inzwischen 62 Aufrufen, von der niemand wusste. Sie zeigte drei Tage lang auf eine Fehlerseite.

5. Teste die neue Website vor dem Go-live

Die neue Website sieht gut aus. Die Texte sind fertig. Die Navigation funktioniert. Jetzt könnte sie online gehen.

Vorher würde ich trotzdem einen gründlichen technischen Durchgang machen. Eine geschützte Testumgebung ist dafür besonders hilfreich, weil du dort prüfen kannst, ohne die bisherige Live-Fassung zu ersetzen.

Wichtige Prüfpunkte:

  • Sind Startseite und wichtige Unterseiten erreichbar?
  • Funktionieren Navigation, interne Links und Kontaktformulare?
  • Sind Seitentitel und Überschriften sinnvoll angelegt?
  • Stimmen Canonical-Angaben und geplante Indexierung?
  • Enthält die XML-Sitemap die richtigen Adressen?
  • Passen die strukturierten Daten zur neuen Website?
  • Sind die geplanten Weiterleitungen eingerichtet und einzeln getestet?
  • Funktioniert die Website auf Smartphone und Desktop?
  • Sind Tracking, Einwilligungsverwaltung und Buchungssysteme korrekt eingerichtet?

Die Testumgebung sollte während der Entwicklung vor unbeabsichtigter Indexierung geschützt sein. Beim Go-live müssen diese Schutzmaßnahmen gezielt überprüft und für die öffentliche Website entfernt werden. Ein versehentlich übernommenes noindex schließt sonst ausgerechnet die Seiten aus, die gefunden werden sollen.

6. Kontrolliere die Website nach dem Go-live

Mit der Veröffentlichung ist der Relaunch noch nicht abgeschlossen. Jetzt zeigt sich, ob die geplanten Änderungen auf der Live-Website wirklich greifen.

Die ersten 30 Tage sind ein sinnvoller Zeitraum für eine aufmerksame Kontrolle. Das heißt nicht, dass Google bis dahin alle Änderungen verarbeitet hat. Je nach Umfang kann die Umstellung länger dauern, und frühere Rankings lassen sich nicht garantieren.

Direkt nach dem Go-live

Prüfe zuerst, was sofort funktionieren muss. Sind die wichtigsten Seiten erreichbar? Funktionieren die Kontaktmöglichkeiten? Sind die Weiterleitungen aktiv? Können Suchmaschinen die vorgesehenen Seiten crawlen?

Kontrolliere außerdem, ob die öffentliche Website versehentlich durch noindex oder robots.txt blockiert wird. Und rufe die wichtigsten Adressen einmal im privaten Fenster auf, damit dich kein zwischengespeicherter Stand täuscht.

In der ersten Woche

Beobachte, ob neue Fehler auftreten. Prüfe wichtige alte Adressen und ihre Weiterleitungen. Kontrolliere die XML-Sitemap, interne Links und die Erreichbarkeit zentraler Leistungsseiten. Auch Formulare und Terminbuchungen sollten weiter funktionieren.

Sieh in dieser Woche auch in den 404-Bericht. Dort stehen die Adressen, die tatsächlich aufgerufen werden und ins Leere laufen. Das ist die ehrlichste Liste, die du bekommen kannst, weil sie aus echten Aufrufen entsteht.

In den folgenden Wochen

Jetzt geht es um die Entwicklung der Sichtbarkeit. Welche Seiten erhalten weiterhin Klicks aus Google? Gibt es auffällige Veränderungen bei wichtigen Suchanfragen? Werden neue Adressen indexiert? Tauchen technische Probleme auf?

Die Google Search Console liefert dafür Hinweise auf Suchleistung, Indexierung und technische Auffälligkeiten. Beachte, dass die Daten je nach Bericht zeitversetzt erscheinen und aktuelle Werte noch vorläufig sein können.

Ein Rückgang muss nicht durch den Relaunch entstanden sein. Auch saisonale Nachfrage, Veränderungen im Wettbewerb oder Google-Updates spielen eine Rolle. Betrachte deshalb die Entwicklung im Zusammenhang. Ein einzelner Tageswert trägt keine Entscheidung.

Was häufig nicht funktioniert

Ein Relaunch bringt viele Entscheidungen mit sich. Da ist es verständlich, zuerst das anzugehen, was sichtbar ist: Design, Bilder, Farben, Seitenaufbau. Einige Fehler entstehen genau dadurch, dass andere Aufgaben zu spät drankommen.

SEO erst nach dem Design einplanen

Wenn die Seitenstruktur bereits feststeht, ist es aufwendiger, wichtige Suchthemen, bestehende Inhalte und Adressen noch sinnvoll zu berücksichtigen. Deshalb gehören diese Fragen an den Anfang des Projekts.

Alle alten Adressen auf die Startseite weiterleiten

Das wirkt wie eine schnelle Lösung, weil keine Fehlerseite mehr erscheint. Inhaltlich ist es meistens die falsche Weiterleitung. Wer einen bestimmten Fachartikel sucht, will ihn lesen und nicht auf einer Übersicht landen.

Gute Inhalte beim Aufräumen versehentlich löschen

Nicht jede ältere Seite muss erhalten bleiben. Aber bevor du sie entfernst, solltest du wissen, ob sie weiterhin Besucher erreicht, Anfragen unterstützt oder wichtige Fragen beantwortet.

Nach dem Go-live nicht mehr hinschauen

Auch bei sorgfältiger Vorbereitung werden manche Fehler erst auf der Live-Website sichtbar. Mein eigener Fall oben ist dafür das beste Beispiel. Ein Relaunch ist nicht fertig, nur weil das neue Design online ist.

Was ist nach dem Relaunch normal und wann solltest du eingreifen?

Nicht jede Schwankung ist ein Grund zur Sorge. Wenn Google neue oder geänderte Adressen verarbeitet, verändern sich Suchergebnisse und Besucherzahlen. Es gibt aber technische Auffälligkeiten, die du nicht aussitzen solltest.

BeobachtungMögliche UrsacheSinnvolle Prüfung
Eine wichtige alte Adresse zeigt einen 404-FehlerWeiterleitung fehlt oder ist falsch eingerichtetPassendes neues Ziel bestimmen und Weiterleitung prüfen
Eine neue Leistungsseite wird nicht indexiertnoindex, Crawling-Blockade oder andere IndexierungsproblemeIndexierbarkeit, robots.txt, Canonical und URL-Prüfung kontrollieren
Eine veröffentlichte Seite ist öffentlich nicht erreichbarEine bestehende Weiterleitung fängt die Adresse abWeiterleitungsliste nach der Adresse durchsuchen
Alte Adressen stehen weiterhin in der SitemapSitemap wurde nicht aktualisiertXML-Sitemap neu erstellen und prüfen
Besucher landen über alte Links auf der StartseiteUnpassende SammelweiterleitungenZiele inhaltlich überprüfen
Klicks auf einzelne Leistungsseiten gehen deutlich zurückInhalt, Adresse, interne Links oder Suchnachfrage haben sich verändertBetroffene Seiten mit dem bisherigen Zustand vergleichen
Kontaktanfragen gehen zurück, obwohl Besucher kommenFormular, Buchung oder Nutzerführung funktionieren nicht wie zuvorKontaktwege testen und vorhandene Messdaten prüfen

Diese Übersicht ersetzt keine vollständige technische Analyse. Sie hilft aber dabei, konkrete Fehler von allgemeinen Schwankungen zu unterscheiden.

Ein defektes Kontaktformular gehört sofort behoben. Eine leichte Veränderung einzelner Rankings ist dagegen kein Grund, die neue Website erneut umzubauen.

Was du vor der Beauftragung eines Relaunchs klären solltest

Du musst dafür nicht selbst tief in SEO einsteigen. Ein paar Fragen solltest du aber beantworten können, bevor dein Website-Projekt startet.

  • Was soll die neue Website leisten? Welche Angebote stehen im Mittelpunkt, welche Zielgruppe willst du erreichen, welche Anfragen sind wichtig?
  • Was funktioniert an der bisherigen Website? Welche Seiten werden gefunden, worauf verlinken andere, über welche Seiten kommen Anfragen?
  • Was bleibt, was verändert sich? Manche Inhalte lassen sich übernehmen, andere müssen überarbeitet oder zusammengeführt werden.
  • Wer kümmert sich um die Weiterleitungen? Wer plant die Zuordnung, richtet sie ein und prüft sie einzeln nach?
  • Wer hat die nötigen Zugänge? WordPress, Hosting, Domainverwaltung, Search Console und weitere Dienste.
  • Wie wird nach dem Relaunch kontrolliert? Wer sieht in die Search Console, wer bearbeitet Fehler, die erst nach Tagen auffallen?

Gerade für kleine Unternehmen ist eine festgelegte Verantwortlichkeit hilfreicher als eine lange Aufgabenliste, für die sich am Ende niemand zuständig fühlt.

Häufige Fragen zu Website-Relaunch und SEO

Verliere ich bei einem Website-Relaunch automatisch meine Google-Rankings?

Nein. Ein Relaunch führt nicht zwangsläufig zu Rankingverlusten. Wenn sich Adressen, Inhalte oder die technische Struktur verändern, kann es aber zu Schwankungen kommen. Eine sorgfältige Planung und Migration helfen, vermeidbare Fehler zu reduzieren. Dass alle bisherigen Positionen erhalten bleiben, lässt sich nicht garantieren.

Brauche ich bei jedem Relaunch 301-Weiterleitungen?

Nur dort, wo sich Adressen dauerhaft ändern und es einen passenden neuen Inhalt gibt. Wenn eine bestehende Adresse erhalten bleibt, ist keine Weiterleitung nötig. Für dauerhaft geänderte Adressen sind serverseitige permanente Weiterleitungen wie 301 oder 308 in der Regel sinnvoll.

Kann eine Weiterleitung einen veröffentlichten Beitrag unsichtbar machen?

Ja. Eine Weiterleitung greift, bevor das Content-Management-System antwortet. Wenn für eine Adresse bereits eine Weiterleitung besteht und du dort später einen Beitrag veröffentlichst, wird der Beitrag nie ausgeliefert. Im Backend sieht dabei alles richtig aus. Prüfe deshalb vor jeder neuen Adresse die Weiterleitungsliste.

Kann ich alte Seiten einfach löschen?

Ja, wenn die Inhalte nicht mehr gebraucht werden und es keinen passenden Ersatz gibt. Vorher solltest du prüfen, ob die Seite weiterhin gefunden wird, externe Links besitzt oder eine wichtige Aufgabe erfüllt. Ohne sinnvollen Ersatz ist eine korrekte 404- oder 410-Antwort angemessen.

Wie lange dauert es, bis Google einen Relaunch verarbeitet hat?

Dafür gibt es keine feste Dauer. Je nach Umfang und Art der Änderungen dauert die Verarbeitung unterschiedlich lange. Manche Anpassungen werden schnell erkannt, andere brauchen mehr Zeit. Die ersten 30 Tage sind ein sinnvoller Kontrollzeitraum, aber keine garantierte Frist für stabile Rankings.

Muss ich beim Relaunch meine gesamte Adressstruktur ändern?

Nein. Wenn bestehende Adressen sinnvoll sind und weiterhin zu den Inhalten passen, können sie häufig bleiben. Änderungen sollten einen nachvollziehbaren Grund haben, zum Beispiel eine grundlegend neue Seitenstruktur oder zusammengeführte Inhalte. Jede unnötige Änderung schafft zusätzlichen Aufwand bei der Migration.

Wer sollte sich nach dem Relaunch um SEO und Weiterleitungen kümmern?

Das gehört vor Projektbeginn festgelegt. Wichtig ist, dass jemand die Verantwortung für Adresszuordnung, technische Umsetzung, Tests und Nachkontrolle übernimmt. Bei kleinen Unternehmen kann das die betreuende Webdesignerin oder ein technischer Dienstleister sein. Entscheidend ist, dass die Aufgaben ausdrücklich vereinbart sind.

Fazit: Ein guter Relaunch berücksichtigt, was schon da ist

Ein Website-Relaunch ist eine Gelegenheit, dein Unternehmen online neu aufzustellen. Vielleicht braucht dein Angebot eine andere Struktur, vielleicht sind Inhalte veraltet, vielleicht trägt die technische Grundlage nicht mehr.

Aber nicht alles, was bisher da war, ist deshalb wertlos. Manche Seiten werden bereits gefunden. Manche Inhalte beantworten wichtige Fragen. Manche Links führen seit Jahren Besucher zu dir.

Eine sorgfältige Migration reduziert vermeidbare Risiken. Schwankungen lassen sich trotzdem nicht ausschließen, und wer dir etwas anderes verspricht, verspricht zu viel.

Beginne deshalb mit der Frage: Was soll deine neue Website künftig leisten, und was von der bisherigen muss dabei berücksichtigt werden? Wenn das geklärt ist, können Seitenstruktur, Texte, Design und Technik darauf aufbauen.

Deine Website soll neu werden, aber nicht alles bei null anfangen

Vielleicht weißt du schon, dass deine bisherige Website nicht mehr zu deinem Unternehmen passt. Du möchtest dein Angebot verständlicher zeigen, Inhalte neu sortieren und technisch wieder eine Grundlage haben, mit der du gut arbeiten kannst.

Beim Relaunch schauen wir deshalb nicht nur darauf, was neu werden soll. Wir prüfen auch, welche bestehenden Inhalte, Adressen und Funktionen berücksichtigt werden müssen. Ich übernehme Seitenstruktur, Texte, Webdesign und technische Umsetzung und plane den Wechsel mit dir.

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Geschrieben von Andrea Bartl

Ich bin Webdesignerin und Strategin und entwickle WordPress-Websites für Selbständige und kleine Unternehmen. Dabei verbinde ich Website-Strategie, Inhalte, Webdesign und technische Umsetzung. In meinem Blog schreibe ich über das, womit ich auch in meinen Kundenprojekten arbeite: Websites, WordPress, SEO und digitale Auffindbarkeit.

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