Website Texte schreiben

Website-Texte schreiben: Warum klingt dein Angebot auf der Website so allgemein?

Im Gespräch ist dein Angebot verständlich, auf der Website klingt es allgemein? So sammelst du Material, schreibst Leistungs- und Über-mich-Texte und nutzt KI beim Überarbeiten.

Dieser Ratgeber ist für Selbständige und kleine Dienstleistungsunternehmen, deren Angebot im Gespräch überzeugt und auf der Website allgemein klingt. Ein verständlicher Text braucht zuerst Material aus deinem Arbeitsalltag und danach Formulierungen. Am Ende kannst du entscheiden, ob du deine Texte selbst überarbeitest oder vorher Angebot und Seitenstruktur klärst.

Die kurze Antwort

Verständliche Website-Texte entstehen, wenn du vor dem Formulieren klärst, was Besucher für ihre Entscheidung wissen müssen: in welcher Situation dein Angebot hilft, was du konkret tust, wie die Zusammenarbeit abläuft, was am Ende vorliegt, wo die Grenzen liegen und was als Nächstes passiert. Das Material dafür steckt in Erstgesprächen, Anfragen und wiederkehrenden Kundenfragen.

Woran merkst du, dass dein Website-Text zu allgemein ist?

Du weißt, was du anbietest. Im Gespräch kannst du meistens gut erklären, wobei du hilfst. Sobald du dasselbe für deine Website aufschreiben willst, klingt es plötzlich allgemein:

„Individuelle Lösungen“, „persönliche Begleitung“ und „ein ganzheitlicher Ansatz“ sind nicht unbedingt falsch. Sie helfen deinen Besuchern aber kaum bei der Frage, ob dein Angebot zu ihrer Situation passt.

Im Alltag zeigt sich das an Stellen wie diesen:

  • Im Erstgespräch erklärst du jedes Mal von vorn, was du eigentlich anbietest.
  • Interessierte fragen eine Leistung an, die nicht mehr zu deinem Schwerpunkt gehört.
  • Wenn du den Link zu deiner Website teilst, schickst du einen Satz hinterher, der erklärt, was dort noch fehlt.

Was steckt tatsächlich dahinter?

Das liegt häufig nicht daran, dass du nicht schreiben kannst. Meist versuchst du zu früh, einen überzeugenden Text zu formulieren. Dabei ist noch nicht geklärt, welche Informationen der Text überhaupt transportieren muss.

Wer Texte für die eigene Website schreibt und an dieser Stelle an Formulierungen feilt, poliert Sätze, deren Inhalt noch nicht feststeht.

In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie du Material aus deinem Arbeitsalltag sammelst, daraus einen verständlichen Leistungstext entwickelst und ihn auf die Aufgabe der jeweiligen Website-Seite abstimmst. Du erfährst außerdem, wie du KI sinnvoll einsetzt, welche Rolle Suchbegriffe spielen und wie du nach der Veröffentlichung prüfst, ob dein Text die richtigen Fragen beantwortet.

Was Besucher über dein Angebot verstehen müssen

Website-Texte schreiben - dein Angebot

Ein Website-Text muss nicht jedes Detail deiner Arbeit erklären. Er muss die Informationen liefern, die Besucher für ihre nächste Entscheidung brauchen.

Diese Entscheidung kann zum Beispiel lauten:

  • Soll ich mich näher mit diesem Angebot beschäftigen?
  • Passt diese Leistung zu meiner Situation?
  • Kann mir diese Person bei meinem konkreten Problem helfen?
  • Ist die Form der Zusammenarbeit für mich geeignet?
  • Liegt das Angebot in einem für mich realistischen Rahmen?
  • Möchte ich ein Erstgespräch vereinbaren?

Damit Besucher diese Fragen beantworten können, müssen sie vor allem sechs Dinge verstehen.

1. In welcher Ausgangssituation dein Angebot hilft

Eine Berufsbezeichnung oder ein Angebotsname reicht dafür selten aus.

„Unternehmensberatung“, „Coaching“, „Webdesign“ oder „strategische Begleitung“ beschreiben ein Tätigkeitsfeld. Sie sagen aber noch nicht, wann jemand diese Leistung braucht.

Eine verständliche Angebotsbeschreibung beginnt deshalb häufig mit einer erkennbaren Situation:

Dein Angebot hat sich weiterentwickelt. Auf deiner Website stehen aber noch alte Leistungen neben neuen Angeboten. Interessierte können deshalb nur schwer erkennen, wobei du heute hauptsächlich hilfst.

Eine solche Beschreibung ermöglicht einen Abgleich. Besucher müssen nicht erraten, ob sie gemeint sind.

2. Welche Leistung zu dieser Situation passt

Als Nächstes muss der Text erklären, was du konkret anbietest und welche Aufgabe diese Leistung erfüllt.

Aus „Website-Strategie“ kann beispielsweise werden:

In der Website-Strategie klären wir, welches Angebot auf deiner Website im Mittelpunkt stehen soll, welche Informationen deine Besucher brauchen und wie die einzelnen Inhalte zusammenwirken.

Nun lässt sich die Leistung einordnen. Besucher verstehen, was darin geklärt wird.

3. Wie die Zusammenarbeit abläuft

Niemand braucht an dieser Stelle dein vollständiges internes Prozesshandbuch. Einige Eckpunkte nehmen aber Unsicherheit aus der Entscheidung:

  • Was passiert zuerst?
  • Was erarbeitest du gemeinsam mit dem Kunden?
  • Welche Aufgaben übernimmst du?
  • Was muss der Kunde vorbereiten?
  • Welche Termine oder Abstimmungen gehören dazu?
  • Was liegt am Ende vor?

Der Ablauf macht eine immaterielle Dienstleistung vorstellbar. Er zeigt außerdem, ob die Zusammenarbeit beratend, gemeinsam oder weitgehend ausgelagert stattfindet.

4. Was nach der Zusammenarbeit vorliegt

Formulierungen wie „mehr Klarheit“, „nachhaltiger Erfolg“ oder „neue Sichtbarkeit“ bleiben allein schwer greifbar.

Verständlicher ist ein beobachtbares Arbeitsergebnis:

Nach der Beratung weißt du, welches Angebot auf deiner Website im Mittelpunkt steht, welche Seiten du dafür brauchst und welche Inhalte noch vorbereitet werden müssen.

Das ist kein Erfolgsversprechen. Es beschreibt, welches konkrete Ergebnis die Leistung hervorbringt.

5. Welche Voraussetzungen und Grenzen gelten

Zu einem verständlichen Angebot gehören auch seine Voraussetzungen und Grenzen.

Besucher sollten auch erkennen können:

  • Welche Ausgangslage muss bereits vorhanden sein?
  • Welche Aufgaben übernimmt der Kunde?
  • Welche Leistungen sind nicht enthalten?
  • Für wen ist eine andere Lösung sinnvoller?
  • Welche Ergebnisse kannst du nicht garantieren?

Klare Grenzen helfen Interessierten einzuschätzen, ob dein Angebot für sie passt.

6. Was als Nächstes passiert

„Jetzt Kontakt aufnehmen“ ist formal ein nächster Schritt. Für viele Besucher bleibt er trotzdem mit Unsicherheit verbunden.

Hilfreicher ist eine kurze Erklärung:

Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, ob deine Website vor allem neue Texte, eine klarere Angebotsstruktur oder eine grundlegendere Überarbeitung braucht.

Damit weiß die Person, was nach der Anfrage passiert. Sie muss nicht bereits selbst die richtige Leistung diagnostiziert haben.

Wenn die grundsätzliche Aufgabe deiner Website noch offen ist, solltest du vor der Textarbeit klären, wen sie erreichen und zu welcher Handlung sie führen soll. Der Beitrag Ziele für deine Website festlegen vertieft diese Entscheidung. Dort verbindest du das Website-Ziel mit Zielgruppe, benötigtem Verständnis, nächstem Schritt und passenden Erfolgssignalen.

Wie du anfängst, wenn du dein Angebot nicht kurz erklären kannst

Du musst dein Angebot nicht sofort in zwei perfekten Sätzen zusammenfassen können.

Gerade gewachsene Dienstleistungen bestehen aus mehreren Aufgaben, Erfahrungen und möglichen Ergebnissen. Wenn du versuchst, alles gleichzeitig in eine kurze Aussage zu pressen, entsteht leicht eine abstrakte Zusammenfassung:

Ich unterstütze Selbstständige mit ganzheitlichen und individuell abgestimmten Lösungen bei ihrer nachhaltigen Weiterentwicklung.

Der Satz ist kurz, aber nicht besonders verständlich.

Beginne deshalb nicht mit der Kurzfassung. Beantworte zuerst ausführlich diese Fragen:

  1. Was ist im Alltag passiert, bevor jemand nach meinem Angebot sucht?
  2. Was möchte die Person klären, verändern oder erledigen?
  3. Was hat sie möglicherweise bereits versucht?
  4. Welche meiner Leistungen passt zu dieser Situation?
  5. Was mache ich während der Zusammenarbeit konkret?
  6. Was muss der Kunde selbst beitragen?
  7. Was liegt am Ende vor?
  8. Woran erkennt jemand, dass mein Angebot nicht passt?
  9. Welche Preis- oder Rahmeninformationen braucht die Person?
  10. Welcher nächste Schritt ist sinnvoll?

Der eigentliche Punkt

Die Kurzfassung ist das Ergebnis der Klärung. Sie kommt zum Schluss.

Erst wenn diese Antworten vorliegen, kannst du entscheiden, welche davon auf die jeweilige Website-Seite gehören.

Material aus deinem Arbeitsalltag sammeln

Du musst die Grundlage deiner Website-Texte nicht am Schreibtisch erfinden. In deinem Arbeitsalltag ist wahrscheinlich bereits viel davon vorhanden.

Fragen aus Erstgesprächen

Notiere Fragen, die Interessierte wiederholt stellen:

  • Muss ich meine Texte schon fertig haben?
  • Kann meine vorhandene Website weiterverwendet werden?
  • Was muss ich selbst vorbereiten?
  • Wie lange dauert die Zusammenarbeit?
  • Was passiert, wenn mein Angebot noch nicht ganz klar ist?
  • Ist das Angebot auch für meine Branche geeignet?
  • Was ist im Umfang enthalten?
  • Was kostet die Leistung oder wovon hängt der Preis ab?
  • Was passiert nach dem Projekt?

Solche Fragen zeigen, welche Informationen vor einer Anfrage fehlen oder besonders wichtig sind.

Wiederkehrende Missverständnisse

Auch Missverständnisse sind wertvolles Textmaterial.

Vielleicht gehen Interessierte davon aus, dass:

  • eine bestimmte Aufgabe enthalten ist, obwohl sie eine Zusatzleistung darstellt,
  • du ausschließlich gestaltest, obwohl strategische Vorarbeit dazugehört,
  • sie nichts vorbereiten müssen,
  • dein Angebot für Unternehmen jeder Größe gedacht ist,
  • die Zusammenarbeit nach einem einzigen Termin abgeschlossen ist,
  • ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg garantiert werden kann.

Solche Missverständnisse solltest du nicht erst im persönlichen Gespräch auflösen. Deine Website kann einen Teil davon vorwegnehmen.

Typische Anlässe

Menschen suchen selten abstrakt nach einer Methode. Meist gibt es einen konkreten Anlass:

  • Das bisherige Angebot hat sich verändert.
  • Eine alte Website passt nicht mehr zum Unternehmen.
  • Es kommen viele unpassende Anfragen.
  • Interessierte verstehen den Unterschied zwischen mehreren Leistungen nicht.
  • Eine Leistung muss immer wieder persönlich erklärt werden.
  • Der bisherige Text stammt aus der Gründungsphase.
  • Eine neue Zielgruppe soll angesprochen werden.
  • Eine Website soll erstmals professionell aufgebaut werden.

Diese Anlässe eignen sich häufig besser als Einstieg in einen Website-Text als eine allgemeine Beschreibung deiner Philosophie.

Konkrete Arbeitsergebnisse

Sammle außerdem, was bei deiner Arbeit tatsächlich entsteht:

  • eine Analyse,
  • ein Konzept,
  • ein Plan,
  • eine Entscheidung,
  • eine Prioritätenliste,
  • ein Entwurf,
  • überarbeitete Prozesse,
  • eine umgesetzte Website,
  • eine Schulung,
  • eine dokumentierte Empfehlung.

„Mehr Klarheit“ kann ein wichtiges Ergebnis sein. Die Aussage wird aber verständlicher, wenn du zeigst, woran diese Klarheit erkennbar wird.

Vertrauliche Informationen schützen

Nutze keine vertraulichen Gesprächsdetails, nur weil sie ein anschauliches Beispiel ergeben würden. Veröffentliche auch keine erfundenen Ergebnisse, die wie ein echter Kundenfall wirken.

Du kannst wiederkehrende Muster abstrahieren:

Ein mögliches Muster: Mehrere Leistungen werden auf der Website gleich wichtig dargestellt, obwohl im heutigen Geschäft eine davon deutlich im Mittelpunkt steht.

Wenn du ein erfundenes Beispiel verwendest, kennzeichne es ausdrücklich als Übungsbeispiel.

Wie du deine Zielgruppe mit echtem Material besser verstehst

Eine Zielgruppe wird nicht allein dadurch konkret, dass du Alter, Beruf oder Unternehmensgröße festlegst. Für Website-Texte ist wichtiger, in welcher Situation Menschen nach deinem Angebot suchen und welche Fragen sie vor einer Entscheidung haben.

Dafür kannst du in überschaubarem Rahmen eigenes Material auswerten.

Sieh dir die letzten Erstgespräche an

Prüfe beispielsweise deine letzten 10 bis 20 Gespräche, sofern du dazu eigene Notizen verwenden darfst.

Notiere:

  • Welche Anlässe wiederholen sich?
  • Wie beschreiben Interessierte ihr Problem?
  • Welche Leistung fragen sie zunächst an?
  • Welche Leistung passt nach dem Gespräch tatsächlich?
  • Welche Einwände treten auf?
  • Welche Informationen fehlen ihnen?
  • Woran scheitert eine Zusammenarbeit?

Es geht nicht darum, aus einer kleinen Zahl eine repräsentative Marktstudie zu machen. Du suchst nach wiederkehrenden Mustern in deiner eigenen Arbeit.

Werte Anfragen und Formularnachrichten aus

Anfrage-E-Mails und Kontaktformulare zeigen, welche Wörter Menschen selbst verwenden. Achte besonders auf Formulierungen wie:

  • „Ich bin mir nicht sicher, ob …“
  • „Wir haben bereits versucht …“
  • „Aktuell ist unser größtes Problem …“
  • „Uns ist wichtig, dass …“
  • „Auf Ihrer Website habe ich nicht verstanden …“

Diese Sprache ist oft konkreter als eine erfundene Persona.

Führe kurze Kundeninterviews

Nach einem abgeschlossenen Projekt kannst du fragen:

  • Was war der eigentliche Anlass für deine Anfrage?
  • Welche Zweifel hattest du vorher?
  • Welche Information hat dir bei deiner Entscheidung geholfen?
  • Was war anders als erwartet?
  • Wie würdest du die Zusammenarbeit einer anderen Person erklären?

Verwende Aussagen nicht automatisch als veröffentlichte Kundenstimme. Kläre dafür gesondert, was du in welcher Form nennen darfst.

Vergleiche Wunsch und Wirklichkeit

Gleiche die Leistungen, die du gern anbieten möchtest, mit deiner tatsächlichen Arbeit ab:

  • Welche Leistungen werden tatsächlich angefragt?
  • Welche Projekte passen besonders gut?
  • Welche Anfragen führen selten zu einer Zusammenarbeit?
  • Welche Projekte sind wirtschaftlich sinnvoll?
  • Bei welchen Ausgangslagen erzielst du verlässlich ein gutes Arbeitsergebnis?

So entsteht ein Zielgruppenbild, das auf deiner Praxis beruht.

Von der Arbeitsnotiz zum verständlichen Absatz

Texte für Website schreiben

Angenommen, du hast dir nach mehreren Erstgesprächen folgende Punkte notiert:

  • viele Leistungen auf der Website,
  • Hauptangebot nicht erkennbar,
  • Kunden fragen nach falscher Leistung,
  • Website vor drei Jahren erstellt,
  • Angebot inzwischen verändert,
  • zuerst Struktur und Priorität klären,
  • danach Texte und Design.

Das ist noch kein Website-Text. Es enthält aber bereits das benötigte Material.

Ein verständlicher Absatz könnte daraus so entstehen:

Deine Website ist vor einigen Jahren entstanden. Seitdem haben sich deine Leistungen weiterentwickelt, auf der Website stehen aber alte und neue Angebote gleichberechtigt nebeneinander. Dadurch erkennen Interessierte nicht, wobei du heute hauptsächlich hilfst, oder sie fragen eine Leistung an, die nicht mehr zu deinem Schwerpunkt gehört. Bevor wir Texte und Design überarbeiten, klären wir deshalb, welches Angebot im Mittelpunkt stehen soll und wie die übrigen Leistungen dazu eingeordnet werden.

Der Absatz funktioniert, weil er vier Aufgaben erfüllt:

  1. Er beschreibt eine Ausgangssituation.
  2. Er zeigt eine konkrete Folge.
  3. Er erklärt, was zuerst geklärt wird.
  4. Er ordnet die spätere Text- und Designarbeit ein.

Eine Satzvorlage war dafür nicht nötig. Alles, was der Absatz sagt, stand schon in den Notizen.

Welche Textaufgabe die einzelnen Seiten haben

Über mich Website Texte schreiben

Nicht jeder gute Absatz gehört auf jede Seite. Startseite, Leistungsseite, Über-mich-Seite und Kontaktseite begleiten unterschiedliche Entscheidungen.

Die vollständige Navigation und die Planung des gesamten Website-Projekts sind ein eigenes Thema. Der Ratgeber Website-Projekt planen zeigt, welche Entscheidungen zu Aufgabe, Zielgruppe, Angebot, Inhalten, Seitenstruktur und Zuständigkeiten vor der Umsetzung getroffen werden sollten.

Startseite: Orientierung und Einordnung

Die Startseite hilft Besuchern, die Website als Ganzes zu verstehen:

  • Worum geht es hier?
  • Für wen ist die Website relevant?
  • Welche zentralen Leistungen gibt es?
  • Welche Situationen werden aufgegriffen?
  • Wohin kann ich von hier aus weitergehen?

Die Startseite muss nicht jede Leistung vollständig erklären. Sie gibt Orientierung und führt zur passenden Vertiefung.

Leistungsseite: Passung, Umfang und Entscheidung

Auf einer Leistungsseite prüfen Besucher genauer, ob ein Angebot zu ihnen passt.

Dort können stehen:

  • typische Ausgangssituation,
  • Aufgabe der Leistung,
  • Leistungsumfang,
  • Ablauf,
  • erwartete Mitarbeit,
  • Arbeitsergebnisse,
  • Voraussetzungen,
  • Grenzen,
  • Preis oder Preislogik,
  • Belege,
  • nächster Schritt.

Je erklärungsbedürftiger und kostspieliger die Entscheidung ist, desto mehr Einordnung wird in der Regel benötigt.

Über-mich-Seite: Was in deinen Über-mich-Text gehört

Die Über-mich-Seite ist weder eine zweite Leistungsseite noch ein vollständiger Lebenslauf. Ein guter Über-mich-Text zeigt relevante Erfahrung und Arbeitsweise.

Sie beantwortet Fragen wie:

  • Warum arbeitest du auf diese Weise?
  • Welche Erfahrungen sind für Kunden relevant?
  • Was ist dir in der Zusammenarbeit wichtig?
  • Welche fachliche Perspektive bringst du ein?
  • Was können Kunden von dir erwarten?

Persönliche Informationen sind sinnvoll, wenn sie zur Beziehung, Arbeitsweise oder Entscheidung beitragen. Wie du daraus einen Text machst, zeigt der Abschnitt „Einen Über-mich-Text schreiben“ weiter unten.

Kontaktseite: Erwartungen und nächster Schritt

Die Kontaktseite sollte die Hürde zur Anfrage senken.

Erkläre:

  • Wofür darf man sich melden?
  • Welche Angaben brauchst du?
  • Wie läuft die Kontaktaufnahme ab?
  • Wie viel Zeit benötigt das Erstgespräch?
  • Welche Voraussetzungen gelten?
  • Was passiert danach?

Welche Texte eine Website mindestens braucht

Eine kleine Dienstleistungswebsite benötigt häufig:

  • eine Startseite,
  • eine oder mehrere Leistungsseiten,
  • eine Über-mich- oder Über-uns-Seite,
  • eine Kontaktseite,
  • gegebenenfalls Referenzen, Projekte oder FAQ,
  • Impressum und Datenschutzerklärung.

Welche Seiten darüber hinaus sinnvoll sind, ergibt sich aus Angebot, Zielgruppe und Aufgabe der Website. Die Seitenauswahl sollte deshalb nicht allein aus Gewohnheit übernommen werden. Eine Grundregel aus dem Ratgeber Website-Projekt planen lautet: Jede Seite bekommt eine eindeutige Aufgabe.

Einen Leistungstext schreiben und überarbeiten

Das folgende Beispiel ist vollständig erfunden. Es beschreibt keine reale Kundin und kein tatsächliches Kundenergebnis.

Eine selbstständige Organisationsberaterin unterstützt kleine Unternehmen dabei, interne Abläufe zu ordnen. Ihr ursprünglicher Text lautet:

Ich unterstütze Unternehmen mit individuellen und ganzheitlichen Lösungen dabei, ihre Prozesse nachhaltig zu optimieren. Gemeinsam entwickeln wir eine maßgeschneiderte Strategie, die perfekt zu den Bedürfnissen deines Unternehmens passt und langfristigen Erfolg ermöglicht.

Der Text klingt professionell. Für Besucher bleiben aber wesentliche Fragen offen:

  • Welche Unternehmen sind gemeint?
  • In welcher Situation brauchen sie Hilfe?
  • Welche Prozesse werden betrachtet?
  • Was geschieht während der Beratung?
  • Was liegt danach vor?
  • Was bedeutet „langfristiger Erfolg“?
  • Wie viel muss das Unternehmen selbst beitragen?

Schritt 1: Die Ausgangssituation konkretisieren

Die Beraterin ergänzt aus ihrem Arbeitsalltag:

  • kleine Betriebe mit gewachsenem Team,
  • Aufgaben werden mündlich verteilt,
  • Zuständigkeiten sind unklar,
  • Informationen liegen an verschiedenen Orten,
  • die Geschäftsführung beantwortet viele Rückfragen selbst.

Daraus entsteht:

Dein Team ist gewachsen, aber viele Abläufe funktionieren noch so wie zu Beginn des Unternehmens. Aufgaben werden mündlich verteilt, wichtige Informationen liegen an verschiedenen Orten und bei Rückfragen landet vieles wieder bei dir.

Jetzt kann die Zielperson ihre Situation abgleichen.

Schritt 2: Die Leistung erklären

Weitere Notizen:

  • gemeinsamer Auftakt,
  • wichtige Abläufe auswählen,
  • Zuständigkeiten erfassen,
  • Informationswege dokumentieren,
  • keine vollständige Unternehmenssanierung.

Daraus wird:

In der Prozessberatung wählen wir zunächst die Abläufe aus, die im Alltag besonders häufig zu Rückfragen oder Verzögerungen führen. Gemeinsam erfassen wir Zuständigkeiten, Übergaben und benötigte Informationen. Anschließend entwickeln wir eine Struktur, die dein Team im Tagesgeschäft nutzen und weiterpflegen kann.

Schritt 3: Das Ergebnis greifbar machen

Am Ende erhältst du dokumentierte Abläufe, geklärte Zuständigkeiten und eine priorisierte Liste der nächsten Verbesserungen. Welche Vorlagen und Dokumente sinnvoll sind, hängt von den ausgewählten Prozessen ab.

Schritt 4: Die Passung begrenzen

Die Beratung passt zu kleinen Unternehmen, deren Angebot und Team grundsätzlich stehen, deren interne Abläufe aber nicht mitgewachsen sind. Sie ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder technische Fachberatung und ist nicht als vollständige Reorganisation des Unternehmens gedacht.

Verständlicher wird der Text, weil er mehr von den Fragen beantwortet, die Besucher tatsächlich haben. Werbewörter sind dabei sogar weniger geworden.

Einen Über-mich-Text schreiben

Wer überlegt, mit dir zu arbeiten, will wissen, mit wem er es zu tun hat. Bei Dienstleistungen, die von Vertrauen leben, gehört die Person zur Entscheidung dazu.

Trotzdem fällt es den meisten schwerer, über sich selbst zu schreiben als über die eigene Arbeit. Heraus kommt dann entweder ein Lebenslauf oder ein Satz mit Herzblut.

Wofür der Über-mich-Text da ist

Die Leistungsseite beantwortet die Frage: Passt dieses Angebot zu meiner Situation? Der Über-mich-Text beantwortet die nächste: Passe ich mit dieser Person zusammen?

Daraus ergibt sich, was hineingehört. Alles, was bei dieser Frage hilft, darf bleiben. Alles andere darf fehlen, auch wenn es stimmt.

Was in einen Über-mich-Text gehört

  • Der Weg zu deiner heutigen Arbeit, soweit er erklärt, warum du so arbeitest, wie du arbeitest.
  • Erfahrung, die für deine Kunden einen Unterschied macht. Auch aus früheren Berufen. Wer vor der Selbständigkeit zehn Jahre in einer Personalabteilung gearbeitet hat, bringt für ein Bewerbungscoaching eine andere Perspektive mit.
  • Deine Arbeitsweise: wie du vorgehst, was dir in der Zusammenarbeit wichtig ist und was du bewusst anders machst.
  • Qualifikationen, die für die Entscheidung zählen. Kurz und an einer Stelle gesammelt.
  • Persönliches, wenn es zur Beziehung oder zu deiner Haltung passt.
  • Ein aktuelles Foto, auf dem man dich erkennt.
  • Ein nächster Schritt am Ende, zum Beispiel der Weg zur passenden Leistungsseite oder zum Erstgespräch.

Was einen Über-mich-Text schwächt

  • Ein Lebenslauf in Textform. Jahreszahl, Station, Jahreszahl, Station. Was davon für sie zählt, müssen Besucher selbst herausfinden.
  • Sätze, die jeder schreiben könnte. „Mit Herz und Leidenschaft begleite ich Menschen auf ihrem Weg“ besteht den Namens-Austauschtest aus dem KI-Abschnitt nicht.
  • Eine Hobbyliste ohne Zusammenhang. Persönliches schafft Nähe, wenn es etwas über dich als Gegenüber erzählt. Als bloße Aufzählung bleibt es Füllmaterial.
  • Eine zweite Leistungsseite. Alle Angebote noch einmal aufgezählt, diesmal mit „ich“ davor.
  • Kein nächster Schritt. Der Text endet, und der Besucher steht da.

Ich-Form oder dritte Person?

Als Einzelunternehmerin oder Einzelunternehmer schreibst du in der Ich-Form. Die dritte Person („Anna Muster ist zertifizierte Beraterin und …“) klingt nach Pressemitteilung. Sie schafft Abstand auf einer Seite, die Nähe herstellen soll. Für Vortragsankündigungen oder Pressetexte ist sie richtig, auf der eigenen Website selten.

Bei einem kleinen Team passt die Wir-Form für das Unternehmen, ergänzt um kurze Profile der Menschen, mit denen Kunden tatsächlich zu tun haben.

Wie lang sollte ein Über-mich-Text sein?

Eine feste Länge gibt es nicht. Der Text ist lang genug, wenn jemand nach dem Lesen einschätzen kann, wie sich die Zusammenarbeit mit dir anfühlt. Drei konkrete Absätze leisten dafür mehr als zehn allgemeine.

Beispiel: ein Über-mich-Text vorher und nachher

Auch dieses Beispiel ist vollständig erfunden. Es knüpft an die Organisationsberaterin aus dem Abschnitt zum Leistungstext an.

Ihr ursprünglicher Text:

Ich bin Diplom-Betriebswirtin und seit 2015 selbstständige Organisationsberaterin. Mit viel Herzblut und Leidenschaft begleite ich Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Effizienz. In meiner Freizeit wandere ich gern und verbringe Zeit mit meiner Familie.

Alles darin stimmt. Offen bleibt aber, warum gerade sie die Richtige ist und wie es ist, mit ihr zu arbeiten.

Aus ihren Notizen:

  • zwölf Jahre Teamleitung in einem Familienbetrieb mit rund 40 Mitarbeitenden,
  • selbst erlebt, wie Abläufe beim Wachsen nicht mitkommen,
  • bezieht das Team und die Geschäftsführung in die Beratung ein,
  • hält nichts von dicken Handbüchern, die niemand liest.

Daraus entsteht:

Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich zwölf Jahre ein Team in einem Familienbetrieb geleitet. Ich weiß deshalb, wie es ist, wenn ein Unternehmen wächst und die Abläufe nicht mitkommen: Jeder weiß irgendwie Bescheid, aufgeschrieben ist nichts.

In der Beratung arbeite ich mit den Menschen, die die Abläufe jeden Tag nutzen. Was wir gemeinsam erarbeiten, soll im Alltag benutzt werden. Ein Handbuch, das im Schrank steht, hilft niemandem.

Studiert habe ich Betriebswirtschaft. Gelernt, wie Abläufe wirklich funktionieren, habe ich im Betrieb.

Die Stationen sind dieselben geblieben. Neu ist, was sie für künftige Kunden bedeuten. Das Wandern ist weggefallen, weil es über die Zusammenarbeit nichts erzählt. Hätte sie beim Wandern ihre besten Ideen für verknotete Abläufe, dürfte es bleiben.

Wenn du für deinen Über-mich-Text KI nutzt, gib ihr deine Stationen und Notizen wie oben und lass sie fragen, was davon für Kunden zählt. Ohne dieses Material schreibt sie dir den Herzblut-Satz.

Wie du über Ergebnisse schreibst, ohne etwas zu versprechen

Bei einer Dienstleistung kannst du häufig ein Arbeitsergebnis zusagen. Du kannst aber nicht jedes geschäftliche Ergebnis garantieren, das daraus entstehen könnte.

Unterscheide deshalb zwischen drei Ebenen.

Was während der Arbeit entsteht

Du erhältst eine priorisierte Liste der Seiten, die überarbeitet werden sollten.

Was der Kunde anschließend besser tun oder entscheiden kann

Damit kannst du entscheiden, welche Inhalte bestehen bleiben und welche neu erstellt werden müssen.

Was sich möglicherweise wirtschaftlich entwickelt

Mehr Sichtbarkeit, mehr Anfragen oder steigende Umsätze können Ziele sein. Sie hängen jedoch meistens von weiteren Faktoren ab, die du nicht vollständig kontrollierst.

Deshalb ist diese Formulierung vorsichtiger:

Die neue Struktur soll passenden Interessenten helfen, dein Angebot schneller einzuordnen und gut vorbereitet Kontakt aufzunehmen.

Statt:

Mit der neuen Struktur verdoppelst du deine Anfragen.

Sprich nur von konkreten Erfolgen, wenn sie tatsächlich gemessen wurden, der Zusammenhang korrekt dargestellt wird und du das Beispiel verwenden darfst.

Preis und Leistungsumfang verständlich einordnen

Für viele Besucher gehört der Preis zur Passungsprüfung. Wenn keinerlei Orientierung vorhanden ist, müssen sie erst anfragen, um zu erfahren, ob das Angebot grundsätzlich in ihrem Rahmen liegt.

Welche Form der Preiskommunikation sinnvoll ist, hängt vom Angebot ab.

Fester Preis

Ein fester Preis eignet sich, wenn Umfang, Voraussetzungen und Ergebnis klar definiert sind.

Preisrahmen

Ein Preisrahmen kann sinnvoll sein, wenn Projekte variieren, du unpassende Anfragen aber früh reduzieren möchtest.

Erkläre, was die Spanne beeinflusst:

  • Zahl der Leistungen oder Seiten,
  • vorhandenes Material,
  • notwendige Vorarbeiten,
  • Komplexität,
  • Funktionen,
  • Abstimmungsbedarf,
  • gewünschter Zeitrahmen.

„Ab“-Preis

Ein „Ab“-Preis hilft nur, wenn realistisch erklärt wird, was darin enthalten ist und unter welchen Bedingungen er gilt. Ein sehr niedriger Einstiegspreis, der für typische Projekte kaum erreichbar ist, kann falsche Erwartungen erzeugen.

Individuelles Angebot

Wenn du keinen festen Preis nennen kannst, erkläre warum:

Der Preis hängt davon ab, wie viele Seiten überarbeitet werden, welche Texte bereits vorhanden sind und ob vor der Umsetzung eine neue Angebotsstruktur entwickelt werden muss. Nach dem Erstgespräch erhältst du einen klar abgegrenzten Vorschlag.

Gute Preiskommunikation gibt eine nachvollziehbare Orientierung und erklärt, wodurch Aufwand und Umfang entstehen.

Website-Texte mit KI schreiben und überarbeiten

Website Texte mit KI schreiben

KI kann beim Schreiben viel Zeit sparen. Sie kann Stichpunkte ordnen, Varianten formulieren, lange Absätze kürzen und unklare Begriffe markieren.

Sie kann aber nicht automatisch entscheiden:

  • welches Angebot für dein Geschäft wichtig ist,
  • welche Kundenaussagen tatsächlich stimmen,
  • welche Ergebnisse du belegen kannst,
  • welche Haltung dich von anderen Anbietern unterscheidet,
  • welche Grenzen du setzen möchtest.

KI eignet sich deshalb gut zum Prüfen, Strukturieren und Überarbeiten. Die inhaltliche Klärung ersetzt sie nicht.

Warum KI-Texte oft generisch klingen

Der KI fehlen Informationen über deine wirkliche Arbeit

Ein Auftrag wie dieser enthält zu wenig Material:

Schreibe einen überzeugenden Website-Text für eine Beraterin, die Selbstständige individuell begleitet.

Die KI weiß nicht:

  • welche Selbstständigen gemeint sind,
  • wann sie Beratung suchen,
  • welche Aufgabe bearbeitet wird,
  • welche Ergebnisse entstehen,
  • wie die Zusammenarbeit abläuft,
  • welche Grenzen gelten,
  • welche Erfahrungen die Beraterin einbringt.

Sie füllt die Lücken mit sprachlich wahrscheinlichen Aussagen:

Gemeinsam entwickeln wir eine maßgeschneiderte Lösung, die perfekt zu dir, deinen Zielen und deinem Business passt.

Der Satz klingt flüssig. Er könnte aber auf sehr vielen Websites stehen.

Eine Tonvorgabe ersetzt keine eigene Haltung

Anweisungen wie „Schreibe persönlich, nahbar, professionell und empathisch“ beeinflussen den Ton. Sie liefern aber keine eigene Perspektive.

Dafür braucht die KI Material wie:

  • Entscheidungen, die du bewusst anders triffst,
  • Vorgehensweisen, die du ablehnst,
  • typische Beobachtungen aus Projekten,
  • Formulierungen, die du tatsächlich verwendest,
  • konkrete Beispiele,
  • begründete Angebotsgrenzen,
  • Textproben aus deiner Kommunikation.

Persönlichkeit entsteht nicht dadurch, dass du der KI das Adjektiv „persönlich“ vorgibst.

Aktuelle Forschung zeigt Homogenisierungseffekte in bestimmten Kontexten

Studien mit standardisierten Kreativitätsaufgaben zeigen, dass Antworten verschiedener Sprachmodelle untereinander ähnlicher sein können als Antworten verschiedener Menschen. Untersucht wurden dabei divergentes und assoziatives Denken, nicht die Qualität von Website-Texten. Die Untersuchung beweist daher nicht, dass jeder KI-Website-Text generisch wird. Sie macht ein Homogenisierungsrisiko bei ähnlich eingesetzten Werkzeugen aber plausibel. (Wenger und Kenett, PNAS Nexus 2026)

Eine weitere Untersuchung verbindet die Nutzung von KI-Schreibassistenz mit einer geringeren sprachlichen Vielfalt. Sourati und Kollegen untersuchten mehr als 880.000 Texte aus sieben Datensätzen. Beim Überarbeiten mit Sprachmodellen blieb der Inhalt weitgehend erhalten, während sich Schreibstile anglichen. Auch die Rückschlüsse auf Eigenschaften der schreibenden Person veränderten sich. Für einen Über-mich-Text ist das kein Nebendetail. Die Studie untersucht keine konkreten Website-Texte; beobachtete zeitliche Zusammenhänge beweisen zudem nicht, dass KI die einzige Ursache einer Entwicklung ist. (Sourati et al., Nature Human Behaviour 2026)

Daraus leite ich für die Arbeit an Website-Texten ab: KI darf mitschreiben. Eigenes Material und die Prüfung der Entwürfe bleiben nötig.

Was dabei oft übersehen wird

Verwende KI nicht als alleinige Quelle für Positionierung, Kundensprache und Markenstimme.

KI formuliert Unklarheiten flüssiger

Wenn dein Angebot noch nicht sinnvoll geordnet ist, kann KI daraus trotzdem einen gut klingenden Text erzeugen. Die Unklarheit fällt dann weniger auf, weil die Sätze sprachlich glatt wirken.

Ein guter Prompt ersetzt aber keine Angebotsentscheidung.

Du musst weiterhin selbst klären:

  • Welche Leistung steht im Mittelpunkt?
  • Für wen ist sie gedacht?
  • Welches Problem löst sie?
  • Was geschieht konkret?
  • Welche Ergebnisse darfst du benennen?
  • Was gehört nicht zum Angebot?
  • Welcher nächste Schritt ist sinnvoll?

Die KI kann diese Entscheidungen formulieren. Sie sollte sie nicht für dich erfinden.

Wie du KI mit eigenem Material konkreter machst

Gib der KI zunächst dein vorhandenes Material:

  • Zielgruppe und typische Ausgangssituation,
  • tatsächliche Kundenfragen,
  • konkrete Leistung,
  • Ablauf,
  • erwartete Mitarbeit,
  • Arbeitsergebnisse,
  • Voraussetzungen,
  • Grenzen,
  • Belege,
  • gewünschter nächster Schritt,
  • eigene Textproben,
  • unerwünschte Begriffe.

Je weniger Material du bereitstellst, desto mehr muss die KI ergänzen. Dort steigt das Risiko austauschbarer oder unzutreffender Aussagen.

Beispiel für einen Prüfauftrag

Prüfe den folgenden Entwurf aus Sicht eines Besuchers, der mein Angebot noch nicht kennt.

Markiere Stellen, an denen unklar bleibt:

1. Für welche Ausgangssituation das Angebot gedacht ist. 2. Was während der Zusammenarbeit konkret passiert. 3. Was der Kunde selbst beitragen muss. 4. Was am Ende vorliegt. 5. Für wen das Angebot nicht passt. 6. Wie Preis oder Angebot zustande kommen. 7. Was nach einer Anfrage geschieht.

Erfinde keine Leistungen, Ergebnisse, Kundenprobleme, Qualifikationen oder Kundenstimmen. Stelle Rückfragen, wenn eine Information fehlt.

Hier sind meine Notizen und der bisherige Text: [Material einfügen]

Drei Tests gegen austauschbare Texte

Texte Website schreiben lassen

Namens-Austauschtest: Könntest du deinen Namen durch den eines Wettbewerbers ersetzen, ohne den Absatz zu ändern?

Konkurrenz-Test: Könnte der Text nahezu unverändert auf fünf anderen Websites deiner Branche stehen?

Erstgespräch-Test: Weicht der Text von dem ab, was du einem passenden Interessenten im Gespräch tatsächlich erklären würdest?

Wenn du eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, ergänze zuerst die konkreten Informationen, die dem Absatz fehlen.

Was Keywords leisten und was nicht

Keywords können dir helfen, Themen und Suchfragen zu erkennen. Sie ersetzen aber weder Zielgruppenwissen noch Angebotsklarheit.

Unterscheide fünf Aspekte:

Suchintention

Was möchte eine Person erreichen, wenn sie diesen Begriff eingibt? Sucht sie eine Anleitung, einen Anbieter, einen Preis oder eine Entscheidungshilfe?

Suchvolumen

Wie häufig wird ein Begriff im untersuchten Zeitraum und Markt gesucht? Ein höherer Wert sagt noch nicht, dass der Begriff gut zu deinem Angebot passt.

Wettbewerb

Welche Seiten erscheinen bereits und wie gründlich beantworten sie die Suchfrage?

Passung

Kann dein Angebot die dahinterliegende Suchintention tatsächlich erfüllen? Ein häufig gesuchter Begriff ist wenig wert, wenn darüber überwiegend Menschen mit einem anderen Bedarf kommen.

Seitenziel

Soll die Seite informieren, Interessenten qualifizieren oder zu einer Anfrage führen?

Ein hilfreicher Website-Text verbindet Suchfrage und Seitenziel. Er reiht nicht möglichst viele Keywords aneinander.

Daten aus der Google Search Console können zeigen, über welche Suchanfragen Seiten eingeblendet und besucht werden. Sie beantworten aber nicht allein, ob daraus passende Anfragen entstehen. Dafür müssen Suchdaten, Verhalten auf der Website und die Qualität der Kontakte gemeinsam betrachtet werden.

Wann lokaler Bezug in den Text gehört

Nicht jede Dienstleistung braucht einen starken regionalen Schwerpunkt.

Ein lokaler Bezug ist vor allem sinnvoll, wenn:

  • du hauptsächlich in einem bestimmten Gebiet arbeitest,
  • persönliche Termine eine wichtige Rolle spielen,
  • deine Leistung deutlich regional gesucht wird,
  • Anfahrtsgebiet oder Einsatzradius entscheidungsrelevant sind,
  • du regionale Referenzen zeigen kannst.

Dann sollten Ort und Einzugsgebiet verständlich genannt werden. Möglich sind außerdem passende Standortseiten und ein gepflegtes Unternehmensprofil.

Arbeite nicht wahllos Ortsnamen in allgemeine Texte ein. Regionale Angaben sollten Besuchern helfen zu verstehen, wo und in welcher Form du arbeitest.

Wenn du überwiegend digital und überregional arbeitest, kann eine klare Aussage wie „Zusammenarbeit im gesamten DACH-Raum per Videokonferenz“ hilfreicher sein als eine künstliche lokale Ausrichtung.

Rechtliche Punkte bei Website-Texten

Website-Texte enthalten geschäftliche Aussagen. Beschreibe Leistungen, Ergebnisse und Referenzen sachlich richtig. Unwahre oder täuschende Angaben können irreführend sein. (§ 5 UWG)

Achte insbesondere auf folgende Punkte:

  • Verwende Kundenstimmen, Namen, Fotos und identifizierbare Projektangaben nur mit geklärter Berechtigung.
  • Erfinde keine Bewertungen oder Projektergebnisse.
  • Beschreibe Leistungen und Ergebnisse wahrheitsgemäß und nicht irreführend.
  • Formuliere bei Dienstleistungen keine Garantien, die du nicht verlässlich erfüllen kannst.
  • Kläre bei Logos, Bildern und fremden Texten die erforderlichen Nutzungsrechte.
  • Kennzeichne Werbung, Kooperationen oder Affiliate-Verbindungen, wenn dies erforderlich ist.
  • Halte Impressum und Datenschutzerklärung aktuell.
  • Prüfe, ob für Analyse-, Marketing- oder eingebundene Drittanbieterdienste eine Einwilligung erforderlich ist.

Die rechtliche Grundlage hängt vom konkreten Einsatz ab. Eine Einwilligung ist nicht für jede Datenverarbeitung automatisch die richtige Grundlage; beispielsweise können auch Vertragserfüllung oder berechtigte Interessen in Betracht kommen. Bei Cookies und ähnlichen Zugriffen auf Endgeräte ist zusätzlich § 25 TDDDG zu beachten: Grundsätzlich braucht es eine Einwilligung, mit gesetzlich geregelten Ausnahmen. Prüfe deshalb die tatsächlich eingesetzten Dienste. (§ 25 TDDDG)

Auch das aktive Einholen von Bewertungen per E-Mail kann rechtlich als Werbung einzuordnen sein und eine vorherige Einwilligung erfordern. (IT-Recht Kanzlei)

Dieser Abschnitt ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Lasse deine konkrete Website, Einbindungen und Werbeaussagen bei Unsicherheit fachlich prüfen.

So prüfst du, ob deine Website-Texte funktionieren

Ein Text ist nicht allein deshalb erfolgreich, weil er dir nach der Veröffentlichung gefällt.

Lege vorab fest, was die Seite erreichen soll. Mögliche quantitative Signale sind:

  • Klicks auf den primären Handlungsaufruf,
  • Wechsel von der Startseite auf eine zentrale Leistungsseite,
  • abgesendete Kontaktformulare,
  • gebuchte Gespräche,
  • Scrolltiefe auf längeren Leistungsseiten,
  • Verweildauer,
  • Absprünge oder Ausstiege,
  • Klicks und Impressionen über Suchmaschinen.

Diese Kennzahlen benötigen Kontext. Eine lange Verweildauer kann Interesse bedeuten. Sie kann aber auch darauf hinweisen, dass eine Information schwer zu finden ist. Eine hohe Absprungrate ist nicht auf jeder Seite automatisch schlecht.

Für kleine Websites sind qualitative Signale oft besonders nützlich:

  • Welche Fragen kommen weiterhin im Erstgespräch?
  • Wissen Interessenten bereits, welche Leistung zu ihnen passt?
  • Nennen sie Informationen von der Website?
  • Werden die Anfragen passender?
  • Entstehen weiterhin dieselben Missverständnisse?
  • Fragen Menschen häufig nach Angaben, die bereits auf der Seite stehen sollten?

A/B-Tests können bei ausreichend Traffic helfen, Überschriften oder Handlungsaufrufe zu vergleichen. Bei wenigen Besuchen entstehen jedoch leicht Zufallsergebnisse. Dann sind Gesprächsnotizen, Anfragequalität und gezielte Rückfragen oft aussagekräftiger.

Wenn ein überarbeiteter Text allein keine Verbesserung bringt, prüfe die Ursachen getrennt: Wird die Seite überhaupt gefunden? Werden Inhalte und Angebot verstanden? Funktionieren Technik und Kontaktmöglichkeiten? Finden Besucher ihren nächsten Schritt?

Was in einen guten Call-to-Action gehört

Ein Call-to-Action ist mehr als ein beschrifteter Button.

Je nach Angebot kann er vier Fragen beantworten:

  1. Was passiert?

    Erstgespräch, Anfrage, Rückruf oder direkte Buchung.

  2. Wie hoch ist der Aufwand?

    Zum Beispiel Dauer des Gesprächs oder benötigte Angaben.

  3. Welche Voraussetzung gilt?

    Beispielsweise ein bestehendes Angebot, eine bestimmte Projektgröße oder vorbereitete Unterlagen.

  4. Was folgt danach?

    Rückmeldung, Einschätzung, Angebot oder Terminvereinbarung.

Statt:

Jetzt starten

kann deshalb ein konkreterer Übergang sinnvoll sein:

Vereinbare ein kostenfreies Erstgespräch. In 15 Minuten schauen wir, wo du mit deiner Website stehst und welcher nächste Schritt für dich sinnvoll ist.

Verwende Zeit- und Ablaufangaben natürlich nur, wenn sie deinem tatsächlichen Prozess entsprechen.

Wann vorhandene Texte überarbeitet werden können

Auf einen Blick:

KriteriumÜberarbeitung reichtErst Angebot und Struktur klären
Angebotstimmt grundsätzlich nochHauptangebot hat gewechselt
Zielgruppeunverändertwird neu priorisiert
LeistungenUmfang und Ablauf passenmüssen neu geordnet werden
Seitenstrukturbildet das heutige Geschäft abalte und neue Geschäftsmodelle vermischt
Wo es haktInformationen da, aber schlecht geordnet oder zu abstraktBesucher landen in der falschen Richtung
Rolle der Websitegeklärtnoch offen

Eine Überarbeitung reicht häufig aus, wenn:

  • das Angebot grundsätzlich noch stimmt,
  • die Zielgruppe unverändert ist,
  • Leistungsumfang und Ablauf weiterhin passen,
  • wichtige Informationen vorhanden, aber schlecht geordnet sind,
  • Formulierungen unnötig abstrakt sind,
  • Belege ergänzt werden können,
  • der nächste Schritt klarer beschrieben werden muss.

Eine reine Textüberarbeitung reicht wahrscheinlich nicht aus, wenn:

  • dein Hauptangebot gewechselt hat,
  • Zielgruppen neu priorisiert werden,
  • mehrere Leistungen neu geordnet werden müssen,
  • die Seitenstruktur das heutige Geschäft nicht mehr abbildet,
  • Besucher in die falsche Richtung geführt werden,
  • alte und neue Geschäftsmodelle vermischt sind,
  • erst noch geklärt werden muss, welche Rolle die Website übernehmen soll.

Dann musst du vor der sprachlichen Überarbeitung inhaltliche Entscheidungen treffen. Vor den Texten müssen Angebot, Prioritäten und möglicherweise die Website-Struktur geklärt werden. Genau das ist die Aufgabe einer Website-Strategie: Am Ende stehen die Seitenstruktur, die Aufgabe jeder Seite und ein Fahrplan, bevor der erste Satz geschrieben wird.

Wann deine Inhalte für ein Website-Projekt vorbereitet sind

Du musst nicht in jedem Fall vollständig ausgearbeitete SEO-Texte mitbringen, bevor du eine Website beauftragst.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen inhaltlichem Material und fertigen Website-Texten.

Inhaltlich vorbereitet bist du, wenn du erklären kannst:

  • was du heute anbietest,
  • welche Leistung im Mittelpunkt steht,
  • für wen das Angebot gedacht ist,
  • in welcher Situation diese Menschen zu dir kommen,
  • was du während der Zusammenarbeit machst,
  • was Kunden selbst beitragen,
  • welche Arbeitsergebnisse realistisch sind,
  • welche Voraussetzungen und Grenzen gelten,
  • welche Fragen häufig auftreten,
  • welche Belege verwendet werden dürfen,
  • was sich gegenüber deiner bisherigen Website verändert hat.

Diese Informationen können zunächst in Stichpunkten, Gesprächsnotizen oder vorhandenen Unterlagen stehen.

Ausgearbeitete Website-Texte gehen weiter

Dafür müssen die Informationen:

  • nach Seitentyp geordnet,
  • für die jeweilige Leserentscheidung gewichtet,
  • verständlich formuliert,
  • fachlich geprüft,
  • mit passenden Suchfragen verbunden,
  • auf Überschriften und Abschnitte verteilt,
  • mit Verweisen und nächsten Schritten versehen werden.

Ob du fertige Texte mitbringen musst, hängt vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Kläre vor Projektbeginn, ob dein Anbieter fertige Texte lediglich einpflegt oder ob Textkonzeption, Ausarbeitung und SEO zum Projekt gehören.

Bei mir gibt es beide Wege. In der Business-Website mit Strategie gehören Strategie und Website-Texte zum Projekt. Wer professionell ausgearbeitete SEO-Texte und eine fertige Website-Struktur mitbringt, etwa von einer Texterin, für den gibt es das Paket Webdesign mit vorhandenen SEO-Texten. Lose Textentwürfe reichen dafür allerdings nicht. Sie sind inhaltliches Material im Sinne dieses Abschnitts.

Wie sich Leistungsumfang und Preis bei einem Website-Projekt zusammensetzen, erklärt der Beitrag Was kostet eine professionelle Website?

Was du jetzt konkret tun kannst

Ein verständlicher Website-Text hilft Besuchern, eine Entscheidung zu treffen. Werblich klingen muss er dafür nicht.

Dafür brauchen sie:

  • eine erkennbare Ausgangssituation,
  • eine passende Leistung,
  • einen nachvollziehbaren Ablauf,
  • realistische Arbeitsergebnisse,
  • verständliche Preis- und Umfangsinformationen,
  • Belege,
  • klare Grenzen,
  • einen erreichbaren nächsten Schritt.

Das wichtigste Material dafür steckt in deinem Arbeitsalltag: in Erstgesprächen, Anfragen, wiederkehrenden Fragen, Missverständnissen, Projektergebnissen und den Entscheidungen, die du im Laufe deiner Selbständigkeit getroffen hast.

KI kann dir helfen, dieses Material zu ordnen und Verständnislücken zu finden. Suchbegriffe können zeigen, welche Fragen Menschen stellen. Kennzahlen und Rückmeldungen können dir nach der Veröffentlichung Hinweise geben.

Keine dieser Hilfen ersetzt jedoch die grundlegende Entscheidung, wofür dein Angebot steht und wem es helfen soll.

Ob dein Material schon trägt, zeigt dir die folgende Checkliste.

Checkliste: Ist dein Angebot textreif?

Website Texte schreiben lassen

Beantworte die folgenden Fragen mit Ja oder Nein:

  • Kann ich eine typische Ausgangssituation meiner Kunden beschreiben?
  • Weiß ich, welche Leistung zu dieser Situation passt?
  • Kann ich erklären, was ich während der Zusammenarbeit konkret tue?
  • Weiß ich, was der Kunde vorbereiten oder beitragen muss?
  • Kann ich ein realistisches Arbeitsergebnis benennen?
  • Kann ich zwischen Arbeitsergebnis und möglichem wirtschaftlichem Erfolg unterscheiden?
  • Weiß ich, für wen mein Angebot nicht passt?
  • Kann ich den Umfang meiner Leistung abgrenzen?
  • Kann ich meine Preislogik verständlich erklären?
  • Habe ich tatsächliche Kundenfragen und Einwände gesammelt?
  • Habe ich verwendbare Belege und die nötigen Freigaben?
  • Weiß ich, was Besucher nach dem Lesen tun sollen?
  • Kann ich benennen, welche Aufgabe die jeweilige Website-Seite übernimmt?
  • Zeigt mein Material mein heutiges Geschäft?

Mehrere Nein-Antworten bedeuten nicht, dass du noch keine Website beginnen darfst. Sie zeigen, welche Informationen vor dem fertigen Text noch geklärt werden sollten.

Häufige Fragen zu Website-Texten

Wie fange ich an, wenn ich mein Angebot nicht kurz erklären kann?

Sammle zuerst Ausgangssituationen, Kundenfragen, Tätigkeiten, Arbeitsergebnisse und Grenzen, und formuliere die Kurzfassung erst, wenn diese Informationen geordnet sind. Beginne also nicht mit dem perfekten Satz. Gutes Material liefern deine letzten Erstgespräche, Anfrage-E-Mails und die Fragen, die Interessierte immer wieder stellen. Daraus ergibt sich, was in die Kurzfassung gehört.

Wie viele Wörter braucht eine Leistungsseite?

Für die Länge einer Leistungsseite gibt es keine allgemein richtige Wortzahl; sie richtet sich nach dem Entscheidungsbedarf. Eine einfache, klar abgegrenzte Leistung braucht weniger Erklärung als eine individuelle und kostspielige Beratung. Ein brauchbarer Maßstab: Die Seite ist lang genug, wenn sie die Fragen beantwortet, die sonst im Erstgespräch kommen würden.

Muss ich meine Texte fertig mitbringen, bevor ich eine Website beauftrage?

Nicht unbedingt: Ob du fertige Texte mitbringen musst, hängt davon ab, ob Textkonzeption und Ausarbeitung Teil des Website-Projekts sind. Belastbares Material zu Angebot, Zielgruppe, Ablauf und Grenzen solltest du aber bereitstellen können. Stichpunkte und Gesprächsnotizen reichen dafür oft aus. Kläre vor Projektbeginn, ob dein Anbieter Texte nur einpflegt oder selbst ausarbeitet.

Wie kann ich KI-Texte konkreter machen?

KI-Texte werden konkreter, wenn du der KI echte Kundenfragen, Leistungsdetails, Ablauf, Arbeitsergebnisse, Grenzen und eigene Textbeispiele gibst. Lass sie zunächst Unklarheiten markieren, bevor sie einen fertigen Text formuliert. Je weniger eigenes Material sie bekommt, desto mehr füllt sie mit allgemeinen Aussagen auf, die genauso auf vielen anderen Websites stehen könnten.

Wie unterscheide ich Leistungsbeschreibung und Über-mich-Text?

Die Leistungsbeschreibung erklärt, ob und wie das Angebot zur Situation des Lesers passt, der Über-mich-Text zeigt, welche Erfahrung, Haltung und Arbeitsweise für diese Zusammenarbeit relevant sind. Die Über-mich-Seite ist weder eine zweite Leistungsseite noch ein vollständiger Lebenslauf. Persönliches gehört hinein, wenn es Besuchern hilft, die Zusammenarbeit einzuschätzen.

Fazit: Verständliche Website-Texte beginnen vor dem Schreiben

Bevor du an Formulierungen feilst, entscheide, ob dein Material trägt. Beantwortest du die Checkliste überwiegend mit Ja, fang mit dem wichtigsten Leistungstext an und prüf ihn mit den drei Tests. Hängen die Nein-Antworten an Hauptangebot, Zielgruppe oder Seitenaufgabe, klär zuerst das Angebot. Dann schreibst du deine Texte nur einmal.

Die entscheidende Frage lautet: Kann ein neuer Besucher einschätzen, ob dein Angebot zu seiner konkreten Situation passt? Daran prüfst du deinen ersten überarbeiteten Leistungstext.

Wenn du deine Texte nicht allein schreiben willst

In der Business-Website mit Strategie entwickeln wir Angebot, Seitenstruktur und Website-Texte gemeinsam, bevor Design und Umsetzung beginnen. Strategie-Termin, Zielgruppenprofil und Sprachrecherche liefern das Material, aus dem deine Texte entstehen. Dein Zeitaufwand: etwa 5 Stunden. 5 Seiten, 5 bis 6 Wochen, Festpreis 4.500 € netto.

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Geschrieben von Andrea Bartl

Ich bin Webdesignerin und Strategin und entwickle WordPress-Websites für Selbständige und kleine Unternehmen. Dabei verbinde ich Website-Strategie, Inhalte, Webdesign und technische Umsetzung. In meinem Blog schreibe ich über das, womit ich auch in meinen Kundenprojekten arbeite: Websites, WordPress, SEO und digitale Auffindbarkeit.

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Lesen ist der eine Teil. Der andere ist, es anzugehen.